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32. Infanterie-Division w walkach o Pomorze Gd. w 1945 r.
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Autor:  Kazik [ 31 sie 2007, 19:56 ]
Tytuł:  32. Infanterie-Division w walkach o Pomorze Gd. w 1945 r.

teraz perełki z niemieckich bibliotek ;)
32 Dywizja Piechoty - odegrała istotną rolę w walkach na przedpolu Chojnic i Gdyni.

"Die Geschichte der pommerschen 32. Infanterie-Division 1935 – 1945", Jürgen Schröder und Joachim Schultz-Naumann


Fragment tekstu rozpoznany w OCR:

XIII.
KURLAND
Marsch durch Riga zum neuen Einsatz bei Viksnai-Moscheiken 7. Oktober — 30. Oktober 1944
Die Absetzbewegung der Heeresgruppe Nord bedeutete einen Marsch durch einen 45 km langen und etwa 6 km breiten Schlauch, die Landenge Riga — Schlock. Dabei mußten die Düna und die Aa überschritten werden. In der Zeit vom 23. 9. bis zum 16. 10. wurden über die zwei Dünabrücken in der Stadt 111 007 Fahrzeuge aller Art durchgeschleust. Außer den zwei Brücken, zu denen am 5. 10. noch eine weitere trat, waren 40 Fähren auf der Düna eingesetzt. 1083 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften regelten den Verkehr. Trotz der feindlichen Luftüberlegenheit wurden die Bewegungen von 29 Divisionen, 2 Brigaden und einer Unzahl weiterer militärischer Gliederungen planmäßig durchgeführt, dabei allein 190 Flakbatterien, 28 Heeresartillerieabteilungen, 68 Pionierbataillone usw. Auch die zivilen Stellen des Reichskommissariats Ostland mußten in die Bewegung eingereiht werden.
Während des Marsches durch Riga erreichte die Division die Nachricht von dem Durchbruch russischer Kräfte auf Memel. Damit hatte der Gegner die Abschnürung der Heeresgruppe Nord, die ihm schon einmal bei Tukkum geglückt war, in entscheidender Form wiederholt. Auch an anderen Fronten hatten die Feindmächte Erfolge erzielt. Die Invasionstruppen der West-Alliierten standen bereits am Rhein. In Italien war nur noch die Po-Ebene in deutscher Hand. Seit Anfang Oktober kämpften russische Truppen vor Belgrad und in der ungarischen Tiefebene. In der Mitte der Ostfront war vorübergehend an der Weichsel Ruhe eingetreten, von dem Weichselknie führten die Stellungen am Narew entlang nach Ostpreußen hinauf. Getrennt operierte die Heeresgruppe Nord, die allmählich ihren Namen „Kurlandarmee" fibernahm, den sie bis zum Ende des Krieges tragen sollte.
Bei dem Wiederbeginn der russischen Offensive war Deutschland in unmittelbarer Gefahr. Von der Weichsel her zielten die sowjetischen Stoßarmeen in das Herz des Reiches. Noch konnte die Hoffnung immer wieder geschürt werden, die Hoffnung auf eine entscheidende Wende, auf ein Wunder. Noch fühlte sich die pommersche Heimat nicht bedroht.
Die Truppen der 32. I.D. erreichten in durchschnittlich dreitägigem Fußmarsch den Raum von Tukkum, wo sie auf LKW verladen wurden.
Das Div.Füs.Btl. 32 mußte wegen d_er allgemein abgesunkenen Gefechtsstärken aufgelöst und in das I./G.R. 4 eingegliedert werden.
Die neuen Stellungen der Division lagen in dem südlichsten Zipfel der Kürlandfront bei Viksnai-Moscheiken. Der Gegner verlagerte zwar seinen
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Schwerpunkt immer weiter nach Westen, um seine Angriffsfronten bei Libau und gegenüber Ostpreußen zu verstärken. Es blieben aber genug Verbände übrig, um die 32. I.D. in ständiger Alarmbereitschaft zu halten. Allerdings war das nichts im Vergleich zu den Schlachten der zurückliegenden Wochen. Der ruhige Stellungskampf brachte den Regimentern die langersehnte Verschnaufpause.
Die zumeist vom Gegner nur in Bataillonsstärke angesetzten Vorstöße wurden von der Division abgewiesen. Bei der rechten Nachbardivision drang der Feind in die Front ein. Die 32. I.D. mußte den Befehl auch über diesen Frontabschnitt übernehmen, den Einbruch mit eigenen Kräften abriegeln und die Lage wieder herstellen.
Die Zeit bei Viksnai-Moscheiken dauerte nicht lange. Am 30. 10. beginnend, wurde die Division herausgelöst und in den Raum Rudbarzi transportiert, wo der Russe nördlich Vainode einen tiefen Einbruch erzielt hatte. Seit den letzten Oktobertagen tobte dort eine schwere Schlacht, zu der vom Gegner an-
scheinend die Masse der Angriffstruppen herangeführt war, die vorher gegen die Segewoldstellung angerannt waren.
Die erste Kurlandschlacht bei Rudbarzi 31. Oktober — 18. November 1944
Schon vor der Verlegung der Division wurden Teile des G.R. 96 herausgelöst, sie sollten bei Autz eingesetzt werden. Dort kämpften sie tagelang, von der Division getrennt und unter härtesten Bedingungen, bis die Reste endlich der Division wieder zugeführt werden konnten. Wegen der schweren Verluste kamen später im neuen Einsatzraum der Division die Reste nur noch als eine Bataillonskampfgruppe zum Einsatz, sie traten unter den Befehl des G.R. 94. Der Stab G.R. 96 wurde ohne eigene Truppen zum Erkunden einer rückwärtigen Stellung bei Rudbarzi verwandt.
Währenddessen marschierte die Division — zum größten Teil wieder au! LKW verladen — in ihren Einsatzraum. Sie trat unter den Befehl des II. A.K.
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im Verbände der 18. Armee. Beim II. A.K. war die Lage bei der 563. Volks-Gren.-Div. und der 31. Volks-Gren.Div. sehr gespannt. Als am Abend des 2. 11 die vordersten Teile der 32. I.D. eintrafen, mußten sie sofort in den Kampf geworfen werden. Der Gegner hatte die zermürbten Stellungstruppen durchstoßen und war im Vorgehen auf Bunki. Die Division mußte aus dem Marsch heraus zum Begegnungsgefecht antreten. Sie warf den Gegner in seine Ausgangsstellungen zurück und beseitigte — einmal im Schwung — gleichzeitig einen alten Einbruch bei Klavi. Mehrere Feindpanzer wurden abgeschossen, die feindliche Infanterie erlitt hohe Verluste, der Russe gab für zwei Tage Ruhe.
Am 4.11. zeichneten sich neue russische Angriffsvorbereitungen ab. Am 5.11. trat der Gegner mit einem Großaufgebot an Panzern wieder an. Bei der erfolgreichen Abwehr schoß die Division 21 Feindpanzer ab; allein das verstärkte G.R. 4 vernichtete 13, teilweise mit Panzerfäusten auf kürzeste Entfernung. Das A.R. 32 schoß mit seinen eigenen Abteilungen, dem Nachbarregiment, einer Mörserabteilung und einer Heeresartillerieabteilung. Mit der gleichen Feuerkraft bereitete es in Feuerwalzen einen Gegenangriff vor, der zur Wiedergewinnung einer Waldzunge nordostwärts Lieldzelda führte. Der Abwehrerfolg war so nachhaltig, daß der Angriffsschwung des Russen sehr schnell erlahmte. Seine Absicht, die Heeresgruppe Nord aufzuspalten und zu vernichten, hatte er nicht erreicht. Zunächst trat Ruhe ein.
Erst nach Tagen waren beim Gegner neue Angriffsvorbereitungen zu erkennen. Seine Artillerie und seine Salvengeschütze schössen sich ein. Dabei konnten eine ganze Anzahl neuer Batterien ausgemacht werden. Auf der Straße von Vainode nach Embule wurden starke Kolonnenbewegungen beobachtet. Auch Panzerbereitstellungen konnten festgestellt werden. Auf der Bahnlinie von Moscheiken nach Vainode wurden in jeder Nacht mehrere Nachschubzüge herangeführt. Ein neuer Stoß mit Schwerpunkt gegen die 32. I.D. mußte in wenigen Tagen bevorstehen.
Die deutsche Seite war genau so wenig müßig. Die Truppen der 32. I.D. schufen im unermüdlichen Einsatz tiefgegliederte Stellungen. Jede Feuerstellung, jeder Gefechtsstand wurde zur Festung. Beim A.R. 32 wurde die Feuervereinigung von 107 Rohren vorbereitet. Die Ruhe wurde genutzt. Die Division war für ihren Abwehrerfolg in der ersten Kurlandschlacht im Wehrmachtbericht genannt worden, die Soldaten der Division waren fest entschlossen, weiter ihren Mann zu stehen.
Die zweite Kurlandschlacht 19. November — 28. November 1944
Aus Gefangenenaussagen hatte sich ergeben, daß die 2. russische Gardearmee südwestlich Schrunden eingeschoben war. Die feindliche Angriffswucht würde also noch eine weitere Steigerung erfahren.
Am 19. 11. war es soweit: nach einem Trommelfeuer von einundeinhalb
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Stunden Dauer trat der Gegner in breiter Front zum Angriff an. Die zweite Kurlandschlacht begann. Und der feindliche Schwerpunkt lag nach dem Bericht der 18. Armee bei der 32. I.D. im Abschnitt des II. A.K.
Die Division konnte die feindliche Angriffswalze auffangen, nur in Dzel-gakrogs brach der Feind ein. Ein sofort angesetzter Gegenstoß drang nicht durch, da die Sturmgeschütze zu spät marschbereit wurden. Ein Bataillon der Korpsreserve, das zur Abriegelung eingesetzt werden sollte, stieß mit dem weiter vordringenden Gegner zusammen und konnte seinen Auftrag nur zum Teil erfüllen. Ein Einbruch am linken Flügel der rechts benachbarten 263. I.D. wurde unter Mitwirkung von Teilen der 32. I.D. bereinigt.
Der Abwehrerfolg war so groß, daß der Feinddruck am 21. 11. vorübergehend nachließ. Aber am 23. 11. trat der Gegner mit erbitterter Kraft eneut an. Sein Tommelfeuer war noch stärker als am 19. 11. Aus vielen tausend Rohren feuernd, schob sich eine Feuerwalze bis tief ins Hinterland. Und diesem Vernichtungsfeuer folgten dichtauf russische Offiziersstrafbataillone, die aufrecht in die eigenen Linien vordrangen. Zusammen mit weiteren Infanterie wellen überrannten sie die vorderen deutschen Stellungen. Die wenigen, hinter der 32. I.D. bereitstehenden Reserven waren schnell verbraucht. Sie übernahmen mit Gefechtsständen und Feuerstellungen den stützpunktartigen Aufbau einer zweiten Linie. So konnte der Durchbrach schließlich doch verhindert werden. In der Nacht trafen Alarmeinheiten zur Verstärkung ein. Mit ihrer Hilfe glückte es, dem abflauenden Feinddruck standzuhalten. Die Truppen der Division hatten sich selbst in dieser Abwehrleistung übertroffen. Der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Nord sprach der Division seine besondere Anerkennung aus, er würdigte vor allem die Leistungen des A.R. 32, das mit seinem Unterstützungsfeuer, aber auch im infanteristischen Kampf der rückwärtigen Stützpunkte entscheidenden Anteil an dem Erfolg hatte.
Bei Temperaturen um Null Grad hatten die Truppen der Division im eisigen Schneewasser in ihren Erdlöchern gekämpft, sie hatten sich erschöpft und ausgeblutet. Schon am dritten Tage der Abwehrschlacht waren bei der Division etwa 500 blutige Ausfälle zu verzeichnen gewesen. Beim G.R. 4, das die Hauptlast des Kampfes zu tragen gehabt hatte, waren 6 Kompanien ohne Offiziere.
Trotz der Erschöpfung nahmen die Truppen der 32. I.D. an den Gegenangriffen teil, in denen in den folgenden Nächten mit Teilen der 14. Pz.Div. die verlorene erste Stellung größtenteils wieder erobert wurde. Der Gegner stellte seine Angriffe ein.
Im ruhigen Stellungskampf am Libauer See 29. November — 25.%Dezember 1944
Auf Grund der starken Verluste der 32. I.D. konnte sie nicht weiter im Brennpunkt der Abwehrschlacht belassen werden. Ihr Austausch mit einer infanteristisch starken Division wurde von der Armee beantragt. Die Genehmi-
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gung traf bereits am 28. 11. ein. Am gleichen Tage begann die Herauslösun^ und am 29. 11. marschierten die ersten Kompanien zu den Verladeplätzen. Ini LKW-Transport erreichten die Truppenteile der Division über Hasenpoth die Hafenstadt Libau.
Im Fußmarsch ging es von Libau am Libauer See entlang nach Nica. Die neuen Stellungen der Division lagen dort mit rechtem Flügel an der Ostsee- ein ruhiger Frontabschnitt, der sich zu weiträumigen Operationen des Gegners nicht eignete; er wurde nur von Stellungstruppen verteidigt.
Die Division fing sofort mit dem wintersicheren Ausbau der Gräben und Unterstände an. Nach wenigen Tagen schon traf der erste Ersatz ein, der die großen Lücken wenigstens zum Teil füllte. Ein litauisches Baubataillon wurde unterstellt, es übernahm den Bau von Knüppelpfaden in dem sumpfigen Frontgebiet und die Verstärkung der Wege im rückwärtigen Divisionsgebiet.
Die Feindtätigkeit beschränkte sich auf ein unregelmäßiges Streuen mit 7,62 cm Geschützen. Nur selten trat ein feindlicher Spähtrupp oder ein Stoßtrupp auf.
Mit der zunehmenden Gefechtsstärke — außer dem Ersatz aus der Heimat stellten sich auch die Leichtverwundeten aus den Feldlazaretten wieder ein — wurden auch die Waffenbestände der Division aufgefüllt. So konnte am 17 12. das in der Stellung übernommene Sicherungsbataillon 638 herausgelöst werden.
Die Division war voll abwehrbereit, als der Gegner kurz vor Weihnachten ein Angriffsunternehmen startete. Es brach dicht vor den eigenen Linien, zum Teil im Nahkampf, zusammen. Etwa zur gleichen Zeit führte die linke Nachbardivision einen sorgfältig vorbereiteten Angriff durch, an dem auch Truppen der 32. I.D., unter anderem die I./A.R. 32, beteiligt waren. Die Absicht war nur, eine 5 bis 6 km tiefe Bucht in der HKL zu beseitigen. Aber der mit Artillerie und Sturmgeschützen vorgetragene Stoß ging weit über das gesteckte Ziel hinaus. Er wurde erst von eingebauten russischen Flammenwerfern aufgehalten.
Zum Weihnachtsfest waren die abgestellten Truppen wieder bei der Division. Das sechste Kriegsweihnachten wurde in aller Ruhe gefeiert. In der fast friedlichen Stille gingen sorgenvolle Gedanken in die Heimat, die innerhalb von Tagen schon zum Kampfgebiet werden konnte.
Die Weihnachtsruhe wurde durch einen Abmarschbefehl unterbrochen. Die Division sollte zu neuer Verwendung herausgelöst werden. Am ersten Feiertage begann die Ablösung. Im LKW-Transport erreichte die Division über Libau, Hasenpoth, Schrunden den Raum südlich Frauenburg. Schon in Libau geriet sie in den Wirkungsbereich der Feindluftwaffe.
Abwehrkämpfe bei Dadzi 26. Dezember 1944—18. Januar 1945
In dem neuen Einsatzraum verlief die Front etwa halbwegs zwischen Frauenburg und der litauischen Grenze. Die Division wurde bei Dadzi einge-
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schoben. Während des Antransportes waren Abwehrkämpfe im Gange, die zuerst eintreffenden Teile der Division kamen sofort zum Einsatz.
Der Gegner blieb auch in den nächsten Tagen unruhig. Fast täglich mußten Feindangriffe in Kompanie- bis Bataillonsstärke abgewiesen werden. Wieder führte der Russe seinen Kampf mit überlegener Artillerie und Luftwaffe. Die Lage beruhigte sich, als alle Truppen der 32. I.D. in ihrem Abschnitt eingetroffen waren und als am 31. 12. die Sturmgeschützbrigade 226 zugeführt und unterstellt wurde.
Mit erneuter Ersatzzuführung konnte an das Wiederaufstellen von Kompanien gedacht werden. Die Division war wieder in der Lage, kampfstarke Reserven auszuscheiden, mit deren Hilfe sogar eine zweite Stellung ausgebaut wurde.
Am 4. t. 1945 griff ein Feindbataillon überraschend im Abschnitt des G.R. 94 an und erzielte einen kleinen Einbruch. Unter Mitwirkung der Sturmgeschütze war die Lage bis Mitternacht wieder hergestellt. Das verhältnismäßig unbedeutende Gefecht kostete dem Regiment leider über 50 Verluste.
Auch am folgenden Tage griff der Gegner an, er wurde zum Teil schon in der Bereitstellung vom Artilleriefeuer gefaßt und weit vor der deutschen HKL abgeschlagen. Die eigenen Verluste erhöhten sich auf 7 Gefallene, 74 Verwundete und 6 Vermißte. Die Feindverluste waren erheblich höher. Besonders erfreulich war die Tatsache, daß 20 Russen gefangen genommen werden konnten, darunter allein 6 Offiziere. So erübrigte sich das geplante eigene Stoßtruppunternehmen, bei dem Gefangene zur Feststellung der gegenüberliegenden Feindtruppen hätten eingebracht werden sollen.
Als der Gegner am 8. 1. seinen Angriff gegen das G.R. 94 nach etwa dem gleichen Plan wiederholte wie am 4. l., wurde er vor Erreichen der HKL abgewiesen.
Oberst Graf Bassewitz, der schon in den Weihnachtstagen die Führung der 132. I.D. hatte übernehmen müssen, wurde am 9. 1. erneut als Divisionsführer abgestellt. Die in der Front eingesetzten Teile des G.R. 96 traten daher taktisch unter den Befehl des G.R. 94, dessen Kommandeur Oberst von Roell war.
Ab Mitte Januar wurde ein eigenes Angriffsunternehmen vorbereitet. Dabei wurden sogar Luftaufnahmen von den gegenüberliegenden Feindstellungen geschaffen, die Führer der beteiligten Truppen wurden im Gelände eingewiesen, die Artillerie schoß sich ein. Am 18. 1. um 15.00 Uhr leitete ein wuchtiger Feuerschlag aller schwerer Waffen das Unternehmen ein. Aber der anscheinend gewarnte Gegner antwortete mit massiertem Granatwerferfeuer auf die Sturmausgangsstellungen. So verzögerte sich das Antreten des L/G.R. 4, das zu diesem Zweck im Abschnitt des G.R. 94 bereitgestellt war. Der verspätete Stoß traf ins Leere, das Angriffsziel, die sogenannte Eihßhe, war vom Gegner geräumt. Aber es bestätigte sich auch, daß der Feind in den Tagen vor dem Unternehmen umgruppiert hatte. Es lagen nur noch schwache Sicherungstruppen gegenüber, die feindlichen Angriffstruppen waren zur Ostpreußen front verschoben worden.
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gung traf bereits am 28. 11. ein. Am gleichen Tage begann die Herauslösuns und am 29. 11. marschierten die ersten Kompanien zu den Verladeplätzen. Im LKW-Transport erreichten die Truppenteile der Division über Hasenpoth die Hafenstadt Libau.
Im Fußmarsch ging es von Libau am Libauer See entlang nach Nica. Die neuen Stellungen der Division lagen dort mit rechtem Flügel an der Ostsee- ein ruhiger Frontabschnitt, der sich zu weiträumigen Operationen des Gegners nicht eignete; er wurde nur von Stellungstruppen verteidigt.
Die Division fing sofort mit dem wintersicheren Ausbau der Gräben und Unterstände an. Nach wenigen Tagen schon traf der erste Ersatz ein, der die großen Lücken wenigstens zum Teil füllte. Ein litauisches Baubataillon wurde unterstellt, es übernahm den Bau von Knüppelpfaden in dem sumpfigen Frontgebiet und die Verstärkung der Wege im rückwärtigen Divisionsgebiet.
Die Feindtätigkeit beschränkte sich auf ein unregelmäßiges Streuen mit 7,62 cm Geschützen. Nur selten trat ein feindlicher Spähtrupp oder ein Stoßtrupp auf.
Mit der zunehmenden Gefechtsstärke — außer dem Ersatz aus der Heimat stellten sich auch die Leichtverwundeten aus den Feldlazaretten wieder ein — wurden auch die Waffenbestände der Division aufgefüllt. So konnte am 17. 12. das in der Stellung übernommene Sicherungsbataillon 638 herausgelöst werden.
Die Division war voll abwehrbereit, als der Gegner kurz vor Weihnachten ein Angriffsunternehmen startete. Es brach dicht vor den eigenen Linien, zum Teil im Nahkampf, zusammen. Etwa zur gleichen Zeit führte die linke Nachbardivision einen sorgfältig vorbereiteten Angriff durch, an dem auch Truppen der 32. I.D., unter anderem die I./A.R. 32, beteiligt waren. Die Absicht war nur, eine 5 bis 6 km tiefe Bucht in der HKL zu beseitigen. Aber der mit Artillerie und Sturmgeschützen vorgetragene Stoß ging weit über das gesteckte Ziel hinaus. Er wurde erst von eingebauten russischen Flammenwerfern aufgehalten.
Zum Weihnachtsfest waren die abgestellten Truppen wieder bei der Division. Das sechste Kriegsweihnachten wurde in aller Ruhe gefeiert. In der fast friedlichen Stille gingen sorgenvolle Gedanken in die Heimat, die innerhalb von Tagen schon zum Kampfgebiet werden konnte.
Die Weihnachtsruhe wurde durch einen Abmarschbefehl unterbrochen. Die Division sollte zu neuer Verwendung herausgelöst werden. Am ersten Feiertage begann die Ablösung. Im LKW-Transport erreichte die Division über Libau, Hasenpoth, Schrunden den Raum südlich Frauenburg. Schon in Libau geriet sie in den Wirkungsbereich der Feindluftwaffe.
Abwehrkämpfe bei Dadzi 26. Dezember 1944 — 18. Januar 1945
In dem neuen Einsatzraum verlief die Front etwa halbwegs zwischen Frauenburg und der litauischen Grenze. Die Division wurde bei Dadzi einge-
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schoben. Während des Antransportes waren Abwehrkämpfe im Gange, die zuerst eintreffenden Teile der Division kamen sofort zum Einsatz.
Der Gegner blieb auch in den nächsten Tagen unruhig. Fast täglich mußten Feindangriffe in Kompanie- bis Bataillonsstärke abgewiesen werden. Wieder führte der Russe seinen Kampf mit überlegener Artillerie und Luftwaffe. Die Lage beruhigte sich, als alle Truppen der 32. I.D. in ihrem Abschnitt eingetroffen waren und als am 31. 12. die Sturmgeschützbrigade 226 zugeführt und unterstellt wurde.
Mit erneuter Ersatzzuführung konnte an das Wiederaufstellen von Kompanien gedacht werden. Die Division war wieder in der Lage, kampfstarke Reserven auszuscheiden, mit deren Hilfe sogar eine zweite Stellung ausgebaut wurde.
Am 4. 1. 1945 griff ein Feindbataillon überraschend im Abschnitt des G.R. 94 an und erzielte einen kleinen Einbruch. Unter Mitwirkung der Sturmgeschütze war die Lage bis Mitternacht wieder hergestellt. Das verhältnismäßig unbedeutende Gefecht kostete dem Regiment leider über 50 Verluste.
Auch am folgenden Tage griff der Gegner an, er wurde zum Teil schon in der Bereitstellung vom Artilleriefeuer gefaßt und weit vor der deutschen HKL abgeschlagen. Die eigenen Verluste erhöhten sich auf 7 Gefallene, 74 Verwundete und 6 Vermißte. Die Feindverluste waren erheblich höher. Besonders erfreulich war die Tatsache, daß 20 Russen gefangen genommen werden konnten, darunter allein 6 Offiziere. So erübrigte sich das geplante eigene Stoßtruppunternehmen, bei dem Gefangene zur Feststellung der gegenüberliegenden Feindtruppen hätten eingebracht werden sollen.
Als der Gegner am 8. 1. seinen Angriff gegen das G.R. 94 nach etwa dem gleichen Plan wiederholte wie am 4. 1., wurde er vor Erreichen der HKL abgewiesen.
Oberst Graf Bassewitz, der schon in den Weihnachtstagen die Führung der 132. I.D. hatte übernehmen müssen, wurde am 9. 1. erneut als Divisionsführer abgestellt. Die in der Front eingesetzten Teile des G.R. 96 traten daher taktisch unter den Befehl des G.R. 94, dessen Kommandeur Oberst von Roell war.
Ab Mitte Januar wurde ein eigenes Angriffsunternehmen vorbereitet. Dabei wurden sogar Luftaufnahmen von den gegenüberliegenden Feindstellungen geschaffen, die Führer der beteiligten Truppen wurden im Gelände eingewiesen, die Artillerie schoß sich ein. Am 18. 1. um 15.00 Uhr leitete ein wuchtiger Feuerschlag aller schwerer Waffen das Unternehmen ein. Aber der anscheinend gewarnte Gegner antwortete mit massiertem Granatwerferfeuer auf die Sturmausgangsstellungen. So verzögerte sich das Antreten des L/G.R. 4, das zu diesem Zweck im Abschnitt des G.R. 94 bereitgestellt war. Der verspätete Stoß traf ins Leere, das Angriffsziel, die sogenannte EihBhe, war vom Gegner geräumt. Aber es bestätigte sich auch, daß der Feind in den Tagen vor dem Unternehmen umgruppiert hatte. Es lagen nur noch schwache Sicherungstruppen gegenüber, die feindlichen Angriffstruppen waren zur Ostpreußenfront verschoben worden.
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Seine Absicht, die deutsche Kurlandarmee zu zerschlagen, hatte der Russe zurückgestellt, seine Offensive über Weichsel und Narew nach Deutschland hinein war ihm wichtiger.
Im Schiffstransport nach Danzig 19. Januar — 26. Januar 1945
Für die Division ergaben sich sehr bald die Folgerungen aus der feindlichen Umgruppierung. Die Division wurde aus der Kurlandfront herausgelöst, um in ihrer Heimat zu neuer Verwendung zu kommen. Bereits am 19. 1. begannen Teile der 225. I.D. die Abschnittsübernahme. Mit dem Kolonnenraum der Armee wurden die Truppenteile der Division in den Raum um Grobin transportiert. Verladung und Transport standen unter starker feindlicher Lufteinwirkung. Der Gegner mochte aus dem Abtransport der 32. I.D. auf den Beginn einer großzügigen Räumungsaktion des kurländischen Raumes schließen. Außer dem verstärkten Einsatz seiner Jabos und Kampfflugzeuge waren auch an der Erdfront Maßnahmen zu erkennen, die den Abtransport deutscher Truppen verhindern sollten, überall setzten Fesselungsangriffe ein, auf der ganzen Frontbreite waren Vorbereitungen für eine neue russische Offensive zu beobachten.
Die Truppen der 32. I.D. waren vollständig im Raum ostwärts Libau eingetroffen, und der Divisionsstab arbeitete die Befehle zur Schiffsverladung aus, als ein russischer Angriff nach starkem Trommelfeuer auf die Stellungen der 30. und der 87. I.D. traf. Schon im ersten Angriffsschwung erzielte der Gegner Einbrüche. Es war nicht zu übersehen, welche Auswirkungen sich ergeben würden. Die 32. I.D. mußte daher als Reserve für das X. A.K. bereitgestellt werden. Das G.R. 4 wurde sogar auf LKW verladen, um dem bedrohten Abschnitt zugeführt zu werden. Dann kamen aber am 24. 1. die vordersten zwei Bataillone der 218. I.D. heran, deren Verladung zum Schiffstransport nach der 32. I.D. vorgesehen war. Sie wurden statt des G.R. 4 zur Stützung der Front der 87. I.D. eingesetzt.
Die Masse der Division wurde zwar immer noch für einen Einsatz im Falle eines Feinddurchbruches bereitgehalten, doch begann gleichzeitig der Schiffstransport des G.R. 96 aus dem Hafen von Libau. Bereits am 23. 1. wurde das derzeit einzige Bataillon dieses Regiments abtransportiert. Nach Entspannung der Lage bei der 87. I.D. folgte am 25. 1. das G.R. 94.
Wegen der Gefährdung durch russische Flieger und Unterseeboote wurden Geleitzüge zusammengestellt. Sie fuhren dicht unter der Küste. Dabei kam es in der Höhe von Memel zum Beschüß durch Feindpak, die zum Küstenschutz eingesetzt war. Trotz der vielfachen Bedrohung traten keine Verluste auf. Sämtliche Transporte der Division erreichten ihre Bestimmungshäfen ohne Ausfälle. Während die Division das Schlachtfeld von Kurland verließ, spitzte sich die Lage in Hinterpommern immer mehr zu. Der Russe war dabei, Bromberg
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einzuschließen, er stand sogar schon dicht vor der südlichsten früheren Garnison der 32. I.D., vor Schneidemühl. Dort wurde aus verwundeten und genesenen Angehörigen der Division ein Alarmbataillon 4 aufgestellt, das sich an einem Gegenangriff beteiligen sollte, den Himmler als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Weichsel befohlen hatte. Der dadurch bezweckte Aufbau einer Front bei Schneidemühl scheiterte.
Der Hauptstoß der Armeen des Marschalls Schukow richtete sich, südlich der Netze und Warthe entlang, gegen die Oder bei Küstrin. Aber mit dem Eindrehen feindlicher Flankenkräfte nach Hinterpommern hinein mußte täglich gerechnet werden. Zur Abwehr dieses Stoßes in ihre Heimat sollte die 32. I.D. miteingesetzt werden.
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XIV.
KAMPF UM DIE HEIMAT
Zum Gegenangriff in den Raum Flatow 27. Dezember 1944 — 4. Februar 1945
Die 32. I.D. hatte den Krieg im Räume Flatow begonnen. Der große Kreis des Kriegserlebens sollte sich wieder schließen.
Nach der Ausladung der Division in den Häfen Danzig und Oliva wurden ihre Truppenteile in den Dörfern südlich der beiden Städte versammelt. Noch war der Einsatzraum unbekannt. Die Division sollte als Heeresgruppenreserve zunächst den Raum Konitz erreichen. Die Verlegung dorthin war im Bahn- und LKW-Transport vorgesehen.
Aber zunächst traf noch Ersatz ein, ja sogar Waffen und Gerät wurden zugewiesen. Das A.R. 32 konnte seine 5. und 9. Batterie wieder aufstellen; die Grenadier-Regimenter bildeten mit den zahlreichen Genesenen endlich wieder kampfkräftige Kompanien.
Aus dem Tauwetter der vergangenen Wochen wurde wieder richtiger Winter mit Schnee und schneidenden Froststürmen. In wenigen Tagen waren die Straßen und Wege tief verschneit und verweht. Und jede Pause in den Schneestürmen nutzten die Feindflieger, sie waren übermächtig und griffen die Häfen und die Verladebahnhöfe jeweils in ganzen Verbänden an.
Das als letztes Regiment über See transportierte G.R. 4 wurde als erstes verladen, es verließ zusammen mit der I./A.R. 32 den Versammlungsraum am 27. 1. abends. Das verstärkte G.R. 94 sollte einen Tag später folgen, der Abtransport verzögerte sich aber um einen weiteren Tag. In der dadurch entstehenden Pause tauschte das Regiment seine schweren Fahrzeuge in leichte Bauern-wagen und Schlitten um. Am 28. 1. wurden außer dem bereits zugewiesenen Ersatz auch noch Unteroffiziere und Mannschaften aus dem Regiment Jütland zugeteilt. Damit erreichten die Verbände fast volle Gefechtsstärken.
Während die Division sich auf ihren Einsatz vorbereitete, waren die russischen Truppen weiter gegen die Oder gestoßen, ihre Angriffsspitzen gewannen noch in den letzten Januartagen Fürstenberg und Küstrin. Sie hatten die deutsche Bevölkerung aus dem Warthegau vor sich hergetrieben und zahlreiche Trecks überrollt. Die Bevölkerung Hinterpommerns hatte noch eine kurze Gnadenfrist, um der feindlichen Angriffswalze zu entkommen. Es lag bei der Gauleitung und den örtlichen Partei-Dienststellen, die Evakuierung rechtzeitig durchzuführen. Doch der weitverbreitete Zweckoptimismus trübte den klaren Blick, trotz der Schreckensnachrichten aus dem Warthegau kam es zu keinen sofortigen, planvollen Maßnahmen. Jeder hoffte, es müßte möglich sein, die in mühsamer Arbeit geschaffene Pommernstellttng zu halten. Schließlich hatte der
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Russe nur in ihrem Vorfeld Einbrüche in die Kreise Flatow, Deutschkrone Netzekreis, Friedeberg, Arnswalde, Pyritz und Greifenhagen erzielt; und die Feindtruppen, die am 26. 1. die Netze zwische Czarnikau und Lisch überschritten hatten, waren lediglich zum Stoß auf Küstrin mitangetreten.
Am 30. l., als auch das verstärkte G.R. 96 im Bahntransport nach Süden rollte, gab die Division auf ihrem Gefechtsstand in Konitz den Befehl für den neuen Einsatz aus. Nach einer Versammlung im Räume Konitz — Schlodiau — Marienfelde — Camin sollten die Regimenter nach Süden vorgehen, um die zwischen Linde und Flatow bestehende Lücke zu schließen.
Der Marsch auf den tiefverschneiten und verwehten Straßen war eine Strapaze. Zu der körperlichen Anstrengung trat die seelische Belastung, wenn es galt, die Flüchtlingstrecks aus der einbahnigen Schneespur zu verdrängen.
Noch am 30. 1. trat das verstärkte G.R. 94 aus Firchau heraus an, es schloß am 31. l. auf Marienfelde auf. Gleichzeitig griff G.R. 4 den Ort Linde an. Zu den Angriffen, an denen sich am letzten Januartage auch die inzwischen herangeführte Kampfgruppe G.R. 96 von Baerenwalde aus beteiligte, führte die Division aus ihrem Gefechtsstand in Preußisch-Friedland, also dem gleichen Ort, in dem sie den Polenfeldzug begonnen hatte.
überall trafen die vordringenden Bataillone auf die Spuren, die die russischen Panzerspitzen hinterlassen hatten, überall stießen sie auf versprengte Reste der Flüchtlingszüge, die in der vordersten Front einem Ungewissen Schicksal entgegensahen. Selten hatten im Kriege die Soldaten der Division ihre Aufgabe so deutlich sehen können, für die Heimat zu kämpfen. Sie mußten eine Front aufbauen und halten, in deren Schutz die Zivilbevölkerung ausweichen konnte. An eine nachhaltige Verteidigung vermochten trotz der Propaganda nur noch wenige zu glauben.
Am 1. 2. wurde Linde genommen. Zwar gelang russischen Panzern im Gegenangriff am Abend ein Einbruch auf dem Bahnhof Linde, aber die Lage wurde in der folgenden Nacht wieder bereinigt. Der zunächst zügig vorgetragene Angriff der Division stieß vom 1. 2. ab auf ständig zunehmenden Feinddruck, überlegene Feindkräfte stießen auf Battrow vor. Mit wechselndem Erfolg kämpfte G.R. 94 um den Ort, trotz fehlender Munition konnte sich das Regiment schließlich behaupten. An Angriffe mit weitreichendem Ziel war nicht mehr zu denken. Dazu war auch der Divisionsabschnitt zu breit, der an den Flügeln nur eine Feuervereinigung von drei Batterien zuließ. Gelegentlich mußte dann noch das Feuer eingestellt werden, weil die vom Feind überrollte Bevölkerung mitgefährdet war.
Aber der Einsatz der Division hatte wenigstens den Aufbau einer durchgehenden Front ermöglicht, die sich etwa von Graudenz über Zempelburg — Märkisch-Friedland bis nach Stargard hin erstreckte. Vor allem war in dem besonders gefährdeten Raum nördlich Schneidemühl eine deutliche Stabilisierung zu verzeichnen.
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Am 3. 2. setzte Tauwetter ein und ließ die schnell errichteten Schneestellungen wieder unbrauchbar werden.
Das II. Bataillon des Grenadierregiments Jütland wurde dem G.R. 94 am 4. 2. zum Einsatz zugeführt, es erkundete Einsatzmöglichkeiten zum Angriff auf Hüttenbusch. Da die Lage aber am rechten Divisionsflügel im Abschnitt des G.R. 96 bei Lanken bedrohlicher erschien, wurde es dort eingeschoben.
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Übergang zur Verteidigung 5. Februar — 14. Februar 1945
Weitere Angriffsoperationen waren mit den vorhandenen Kräften nicht durchzuführen, die Division ging zur Verteidigung über. Gefechtsvorposten wurden vorgetrieben, überall wurde geschanzt. Wieder traf Ersatz ein, um die neu geschlagenen Lücken zu schließen. Am 7. 2. fand eine Trauerfeier für 63 Divisionsangehörige statt, die allein in Linde und Grunau gefallen waren.
Zur Verbesserung der Front nahm G.R. 96 am 8. 2. den Ort Baumgarten und konnte ihn gegen stärkere Gegenangriffe halten. Dabei gelang es, 5 Feind-panzer abzuschießen. In der Nacht zum 9. 2. wurde der Abschnittstausch zwischen G.R. 94 und dem Regiment Jütland eingeleitet. Der Feinddruck ließ weiter nach.
Inzwischen war der Gegner, der noch Ende Januar bei Tolkemit das Frische Haff erreicht und damit Ostpreußen abgeschnitten hatte, mit Teilen nach Westen eingedreht. An der Ostfront der Pommernstellung hatten diese Kräfte Einbrüche bei der 4. Pz.Div. erzielt, die bis zum 11.2. bedrohliche Ausmaße annahmen. G.R. 94 wurde herausgelöst und zum Einsatz dort bereitgehalten. Am 12. 2. um 0.10 Uhr wurde es alarmiert und erhielt Befehl, sofort abzumarschieren und den Raum Wittkau — Grunau — Neu-Grunau — Buchholz —• Firchau zu erreichen. Bis 10.30 Uhr war der Befehl ausgeführt. Das Regiment stellte sich, verstärkt auch durch die Sturmgeschützkompanie 1032, einen Zug s.Pak und eine 8,8 cm Flak, um Bonstetten zum Angriff auf Görsdorf bereit. Im nächtlichen Stoß wurde der Ort genommen, starke Feindbewegungen von dort nach Norden wurden wirksam bekämpft. Der Angriff wurde dann befehlsgemäß eingestellt, die Sturmgeschütze wieder herausgezogen.
Inzwischen ging der Kampf um Schneidemühl seinem Ende zu. Die seit Ende Januar eingeschlossene Stadt mußte am 14. 2. kapitulieren. An der übrigen Südfront Hinterpommerns blieb es weiterhin noch verhältnismäßig ruhig. Dafür wurde der Gegner an der Ostfront zwischen Elbing und Flatow immer aktiver. Die Feindangriffe dehnten sich auch auf den Abschnitt der 32. I.D. aus. Dabei ging Augusthof verloren, es konnte im Gegenangriff durch G.R. 96, wieder hervorragend unterstützt durch die Sturmgeschützkompanie 1032, zurückgewonnen werden. In den Nachbarabschnitten verlief der Abwehrkampf nicht so erfolgreich. Das II./G.R. Jütland wurde in Camin eingeschlossen, es mußte sich nachts zur Front durchkämpfen. Bei der 15. lettischen SS-Division machten sich mit den zunehmenden Feindangriffen Auflösungserscheinungen bemerkbar. Die lettischen Freiwilligen waren wohl bereit gewesen, ihre Heimat gegen den Bolschewismus zu verteidigen, aber der Kampf fern von Lettland erschien ihnen sinnlos.
Die obere Führung mußte sich zur Einsparung von Kräften durch Frontverkürzung entschließen.
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Rückzug auf Firchau und Schlochau 15. Februar — 25. Februar 1945
In der Nacht zum 15. 2. ging G.R. 96 am rechten Flügel befehlsgemäß auf Lanken zurück, um von dort im LKW-Transport Damnitz bei Schlochau zu erreichen. Die beiden anderen Regimenter wichen anschließend auf die Höhe von Lichtenhagen — Richnau aus. Der Russe folgte der Absetzbewegung sofort und erzielte im Nachstoß Einbrüche in Firchau und Deutschbriesen, die im Gegenangriff durch G.R. 96 und G.R. 94 bereinigt wurden. G.R. 94 konnte die Bereitstellung eines Feindregiments auf Lichtenhagen zerschlagen. Leider kostete der Gegenangriff wieder hohe Verluste.
In den wechselvollen Kämpfen des 16. 2. ging Deutschbriesen verloren. Firchau wurde wegen des starken Feindbeschusses nur nachts besetzt, tagsüber blieb es Niemandsland. Das G.R. Jütland nahm im Angriff den Ort Niesewanz. Trotz fortgesetzter Feindangriffe wurde die HKL in den folgenden Tagen im wesentlichen gehalten. Entscheidenden Anteil an dem Abwehrerfolg hatte neben der Sturmgeschützkompanie das A.R. 32, das — obgleich völlig unzureichend munitioniert — in den kritischen Situationen mit wirksamem Feuer die Gefahr bannte.
Am 18.2. traten II./G.R. 4 und II./G.R. 94 zum erneuten Angriff auf Deutschbriesen an. Sie drangen zwar bis zum Bahnhof durch, mußten ihn aber wieder räumen, da der Gegner die gerade gewonnenen Stellungen mit überlegener Feuerkraft zerschlug. Die Wirkung der Feindgranaten erhöhte sich durch Splitter auf dem hartgefrorenen Boden. Das in den Kämpfen um Deutschbriesen geschwächte G.R. 94 wurde in der Nacht vom 19. zum 20. 2. durch G.R. 4 abgelöst. Die Abschnittsübergabe konnte um 6.30 Uhr vorgenommen werden.
Am gleichen Tage stellte die deutsche Luftaufklärung Ansammlungen von etwa 900 bis 1000 russischen LKW im Räume Zempelburg — Linde — Lanken fest. Ein neuer feindlicher Angriff stand bevor. Am 24. 2. eröffnete ein Artilleriefeuerschlag die neue Offensive. Die 32. I.D. konnte mit ihren Truppen Durchbrüche verhindern, doch beim I./G.R. Jütland nahm der Gegner Mossin. Wieder hatte der Abwehrkampf gegen zahlreiche Feindpanzer geführt werden müssen. Allein die Sturmgeschützkompanie 1032 und ein Flakkampftrupp vernichteten elf.
Aber auch diese Stellungen an der Bahnlinie Hammerstein — Konitz, die Division stand mit rechtem Flügel G.R. 94 beim Bahnhof Bärenhütte, mit linkem Flügel G.R. 4 nordwestlich Deutschbriesen, konnten nicht mehr nachhaltig verteidigt werden. Am 25. 2. traf der Befehl zum Ausweichen in die Linie Pagelkau — Poltnitz ein. ,
Während die Division sich in harten Kämpfen im Raum Schlochau gehalten hatte, hatte sich die Lage im hinterpommerschen Kampfgebiet entscheidend weiterentwickelt. Die russischen Angriffsspitzen hatten schon längst über das Eis der Oder hinweg Brückenköpfe gebildet. Anfang Februar hatten die Russen
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dann auch die Netze zwischen Landsberg und Kreuz überschritten, sie drohten, mit einem Stoß auf und über Arnswalde den hinterpommerschen Raum abzuschneiden. Damit war bereits die Landeshauptstadt Stettin in Gefahr. Die ganze Front von Neustettin bis zur Oder wurde nur von zerstreuten Truppen verteidigt, deren Führung auf Befehl Himmlers der SS-Obergruppenführer Steiner als Oberbefehlshaber der 11. Pz.Armee übernommen hatte. Trotz des überall spürbaren Kräftemangels trug sich Hitler noch mit Plänen zur Vernichtung des russischen Oderstoßkeils mit zwei eigenen Angriffsgruppen. Die eine sollte aus dem Raum Guben — Glogau, die andere aus dem Raum Arnswalde angesetzt werden. Diese utopischen Gedanken verwirklichten sich nur in einem schwachen Flankenstoß, der am 16. 2. aus der Front bei Arnswalde antrat. Weit vor dem Ziel Landsberg mußte er nach Anfangserfolgen eingestellt werden. Der Westflügel dieser Angriffsgruppe mußte schließlich auf die Linie Greifenhagen — Arnswalde ausweichen. Dieses Zwischenspiel hatte die Absichten des Sowjetmarschalls Shukow nur vorübergehend durchkreuzt. Seine Stoßarmee stand bereit, um über Neustettin auf Kolberg durchzubrechen und den hinterpommerschen Verteidigungsraum in zwei Teile zu spalten.
Absetzen auf den Brückenkopf Danzig 26. Februar — 9. März 1945
Auch in die in der Nacht zum 26. 2. beginnende Absetzbewegung stieß der Gegner nach. Dabei wurde das I./G.R. 94 zusammen mit der 2./A.R. 32 abgedrängt. Es konnte schließlich nur westlich des Groß-Ziethener Sees nach langer Ungewißheit wieder herangeführt werden und bei Zawadda Anschluß gewinnen.
Das Absetzen begann in nördlicher Richtung. Dabei sollte natürlich der Zusammenhalt der in Hinterpommern kämpfenden Truppen gewahrt bleiben. Aber der am 26. 2. bei Neustettin einsetzende russische Durchbruch auf die Ostsee machte diese Pläne zunichte, die Division wurde nach Nordosten abgedrängt. Sie mußte genau wie ihre Nachbartruppen den Anschluß bei den sich aus Westpreußen zurückkämpf enden Verbänden suchen.
Nach einer leidlich ruhigen Nacht waren in der Höhe von Prechlau schwerste Feindangriffe abzuwehren. Die zur Entlastung von Nordwesten kommende 7. Pz.Div. drang nicht durch. Mühsam behaupteten sich G.R. 94 bei Prechlau, G.R. 4 und G.R. 96 in ungefährer Höhe der Bahnlinie von Prechlau nach Ulrichsdorf. In die Stellungen des Feld-Ersatz-Bataillons 32 südlich Damerau brach der Gegner ein, das Bataillon konnte die Lage nicht wieder herstellen, es mußte auf Prechlau ausweichen. Das immer noch unterstellte G.R. Jütland konnte sich in Pagdanzig halten.
Am 28. 2., als Teile der Division bereits die frühere Grenze nach West-preußen überschritten, klaffte beiderseits Neustettin ein breites Loch, durch das russische Truppen nach Norden strömten. Von dort bis zum rechten Flügel der Division war die Lage völlig unklar. Das G.R. 94 mußte beim weiteren Ab-
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setzen den Schutz der Flanke übernehmen. Dazu ging es durch den Forst Bäreneiche westlich des Großen Lepczie-Sees zurück. Ostwärts des Sees schloß sidi das G.R. Jütland an, weiter ostwärts folgten G.R. 4 und G.R. 96. Für den Flan-kenschutzauftrag wurde die Sturmgeschützkompanie 1032 dem G.R. 94 unterstellt. Im Laufe des Nachmittages fühlte der Gegner nach, er sickerte mit seiner Infanterie in das Waldgelände ein und drängte langsam nach Norden.
Nach einer unruhigen Nacht ohne Verbindungen war das I./G.R. 94 bei Eisenbrück vom Gegner teilweise umgangen, es mußte auf Altbraa-Schneide-mühl zurückgehen. Beim G.R. 94 trafen zwei Panzerspähwagen der A.A. 7 ein, sie sollten Verbindung herstellen. Morgens gegen 7.00 Uhr wurde im eigenen Überraschungsangriff eine Feindkolonne zerschlagen, die im Rücken des G.R. 94 auf der Straße nach Briesen marschierte. Die Lage war durch die weit aufklaffende Lücke zum rechten Nachbar bedrohlich, so hoffte alles auf ein Durchdringen des Entlastungsangriffes von Nordwesten. Unabhängig davon sollte sich G.R. 94 auf Briesen durchschlagen. Da das Regiment aber die Verbindung zur 32. I.D. nicht aufnehmen konnte, schloß es sich bei Groß-Peterkau der 7. Pz.Div. an, der es unterstellt wurde.
Während der Abtrennung des G.R. 94 hatten sich die übrigen Regimenter der Division auf die Höhe des Großen Quesensees und ostwärts davon auf Kiedrau abgesetzt. Mitten im Schneesturm griff der Gegner am 2. 3. die dortigen Stellungen an. Die Lage wurde nur mit den letzten Schuß Munition gemeistert. Am 3.3. drang endlich der Angriff der 7. Pz.Div. durch. Die Verbindung zum G.R. 94 war wieder hergestellt, das Regiment trat unter den Befehl seiner Division zurück.
Die russische Stoßarmee war mit ihrem Stoß über Neustettin und Bublitz bereits am 1. 3. an die Ostsee ostwärts Köslin durchgedrungen. Am 3. 3. standen russische und polnische Verbände auch bei Kolberg an der Küste. Ein zweiter russischer Stoß hatte sich gegen die Odermündung gerichtet. Die großen Treckstraßen waren unterbrochen. Durchgehende Flüchtlingskolonnen waren auf den Straßen Labes, Schivelbein und Kolberg, Treptow von den Russen überrascht worden. Sie standen jetzt, seitlich der Straßen abgedrängt, vor einem Ungewissen Schicksal. Vor den anrückenden Feinddivisionen hatten zahlreiche Flüchtlinge in Kolberg Zuflucht gesucht, so waren dort mit der Besatzung noch 80000 Menschen, die hofften, über See der Einschließung zu entrinnen.
Nach dem tödlichen Stoß auf die pommersche Ostseeküste waren die Kreise Rummelsburg, Bütow, Schlawe, Stolp und Lauenburg abgeschnitten. Da auch hier eine planmäßige Räumung durch Parteistellen aufgehalten war, befanden sich noch große Teile der Bevölkerung in ihren Heimatorten. Ihnen stand nur noch der Fluchtweg zu den Ostseehäfen Danzig, Gdingen und für einzelne auch Stolpmünde offen. Ganze Trecks mußten auf den Straßen umkehren, um nun nach Osten zu marschieren. Die russische Besetzung schritt unaufhaltsam fort, am 5. 3. waren die Russen in Bütow, am 8. 3. in Stolp und Stolpmünde, am 9.
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und 10. 3. in Leba und Lauenburg. Mit Ausnahme von Kolberg, das sich tapfer weiter verteidigte, war am 10. 3. ganz Ostpommern besetzt.
Der linke Flügel der deutschen 2. Armee stand seit Ende Februar hinter der Nogat, an das Frische Haff angelehnt. Um der russischen Umklammerung auszuweichen, schwenkte nun der ganze rechte Flügel, mit ihm die 32. I.D., auf einen Frontbogen zurück, der ostwärts Rixhöft den Zugang zur Halbinsel Heia sperrte und über Neustadt auf die Höhen um Karthaus vorsprang. So verteidigte die Armee einen Brückenkopf, in dem sich viele Hunderttausend Flüchtlinge zusammendrängten. Ihr Abtransport über See mußte durch den Einsatz der Soldaten sichergestellt werden.
Die Absetzbewegung der Division war in den Tagen bis zum 9. 3. zwar unter ständigem Feinddruck, aber doch planmäßig verlaufen. Aus der zunächst nördlichen Richtung war die Division erst nach Nordosten auf Bütow, dann sogar nach Ostnordost auf Karthaus abgedreht worden. Am 9. 3. erreichte sie eine Linie im Verlaufe des geplanten großen Danziger Brückenkopfes. Aber zu einer nachhaltigen Verteidigung kam es nicht mehr. Die Armee mußte froh sein, wenn sie einen wesentlich kleineren Raum verteidigen konnte.
Rückzug auf die Oxhöfter Kämpe 10. März — 4. April 1945
Nach der Eroberung Hinterpommerns wurden die russischen Truppen, soweit sie nicht zur Besatzung eingeteilt waren, frei für die Offensive über die Oder. Aber auch zum Kampf um den Brückenkopf Danzig trafen Verstärkungen ein. Sie waren einsatzbereit, als der Verteidigungsring auf einen schmalen Küstenstreifen zurückgenommen werden sollte und stießen mit voller Wucht in die Absetzbewegung. Bei fast orkanartigem Sturm mit Schnee und Regen entwickelten sich an den Straßen erbitterte Kämpfe, die auch in der Dunkelheit fortgesetzt wurden. Zwischen den Truppenfahrzeugen zogen Treckwagen nach Danzig, in kurzer Zeit waren die Straßen verstopft. Russische Panzer stießen in überholender Verfolgung in die Kolonnen hinein, sie schnitten die Rückzug- und Fluchtwege ab und erbeuteten zahlreiche Fahrzeuge. In den schweren Kämpfen hatte die Truppe besonders schwere Verluste, nur selten gelang es, die Verwundeten mitzuführen. Der Gegner machte mehr Gefangene als jemals in den vergangenen Schlachten.
Die Versorgung der Division war ausschließlich auf den Nachschub über See angewiesen, und die Rüstungsindustrie kannte schon seit langem keine geregelte Fertigung mehr. So fehlte es an allem. Besonders empfindlich war der Munitionsmangel, das A.R. 32 hatte häufig nicht mehr als 3 bis 4 Schuß für jede Haubitze. Dadurch wuchs die Überlegenheit des Gegners ins Unermeßliche.
Die Truppen der deutschen 2. Armee, soweit sie im Danziger Raum eingesetzt waren, hatten bis zum 12. 3. unter dem unmittelbaren Befehl des Gene-
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Auch der Winter 1943/44 brachte für die ausgezehrte Truppe unsagbare Strapazen und pausenlose Einsätze gegen einen unerbittlichen Gegner.
Graf Bassewitz-Levetzow. Als Bataillonskommandeur beim I.R.94, als Kommandeur des G.R. 96 und als Divisionsführer einer der alten Getreuen, war sein Name mit der Geschichte der Division eng verknüpft.
Nach vier Kriegsjahren waren die Stärken der Regimenter so weit abgesunken, daß von einer festen Linie nur noch selten gesprochen werden konnte. Umso verbissener klammerte sich die Truppe an jedes einzelne Gehöft.
Generalleutnant Boekh-Behrens, der letzte Kommandeur der 32. I.D. Er nahm den Vorbeimarsch der Division auf dem Weg in die Gefangenschaft ab. Ihm war es nicht vergönnt, aus Rußland heimzukehren, er starb 1955 in der Gefangenschaft.
raloberst Weiß gestanden. An diesem läge übernahm er die Führung der Heeresgruppe Nord und damit auch die Kampfführung im restlichen Ostpreußen. Die im Danziger Brückenkopf eingesetzten Truppen traten an diesem Tage unter den Befehl des Generals von Saucken.
In einem letzten Sprung, mit dem die Absetzbewegung zunächst ein Ende fand, erreichte die Division in der Nacht zum 11.3. den Wald, der sich vor der Oxhöfter Kämpe im Bogen von westlich Zoppot bis westlich Putzig hinzog. Es war die letzte Stellung, aus der dem Gegner ein Einblick in die Verladehäfen verwehrt werden konnte.
Trotz der besonders schweren Verluste der vergangenen Rückzugstage gelang es der Division, sich zu behaupten. Ihre Reihen wurden wohl immer wieder aus Versprengten und aus zerschlagenen Verbänden aufgefüllt. Aber die Kampfmoral war doch schon sehr unterschiedlich. Und was nutzte die Zahl, wenn es an allem fehlte, vor allem an Waffen und Munition. Allerdings konnte ein Regiment Stellungsflak aus Gdingen, noch unverbraucht und mit reichlichen Munitionsbeständen, in den Abwehrkampf mit eingreifen. Das A.R. 32 schoß sogar im Planfeuer mit den Schiffsgeschützen des schweren Kreuzers „Prinz Eugen".
Immer wieder konnte der überlegene Gegner mit massiertem Trommelfeuer, mit Panzern und mit Schlachtfliegerunterstützung Einbrüche erzielen. Aber immer wieder schaffte es auch die Division, in erbitterten Gegenangriffen die Feinderfolge zunichte zu machen. Um die Lücken in der Front zu schließen, gaben die Artillerie und die selbständigen Bataillone und Abteilungen laufend Personal für Alarmzüge ab. Mit Feuerschlägen auf Völzendorf im Abschnitt des G.R. 4 und auf Lensitz im Abschnitt des G.R. 96, manchmal nur mit einem Schuß je Rohr, half das A.R. 32, wo es konnte. Manchmal mußte die Artillerie sogar noch in den Abschnitt der Nachbardivision bei Rheda wirken, wenn dort wieder ein Einbruch drohte.
Es war ein Kampf um Zeitgewinn, Zeit zum Verladen der Flüchtlingsströme aus den beiden Häfen Danzig und Gdingen.
Trotz der verzweifelten Abwehr spaltete der Gegner den Brückenkopf mit einem Durchbruch auf Zoppot am 22. 3. auf. Von da an war Gdingen auf sich allein gestellt, es hielt sich noch bis zum 28. 3., bis die Masse der Flüchtlinge abtransportiert war. Mit dem Feinddurchbruch auf Zoppot wurde ein weiterer Einsatz der Division auf den Höhen von Lensitz und Völzendorf sinnlos. Die Regimenter erhielten Befehl, auf die Oxhöfter Kämpe auszuweichen. Die Kämpe mit ihren Bodenerhebungen bis 85 m war durch einen breiten Niederungsgürtel vom übrigen Festland getrennt und dadurch für eine Verteidigung begünstigt. Das veranlaßte offensichtlich auch Hitler, sie zum „festen Platz" zu erklären und damit die Division und" Flüchtlinge, zusammen 30 000 bis 35 000 Menschen, der Vernichtung auszuliefern.
Mit Flugzeugen und Artillerie, mit Panzern und stürmender Infanterie versuchte der Russe immer wieder, diese letzte Bastion zu zerschlagen. Aber
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die Stellungen wurden gehalten, dem Gegner wurden sogar in Gegenangriffen, bei denen die wenigen deutschen Panzer mit zum Einsatz kamen, erhebliche Verluste zugefügt. Was nutzten jedoch die Abwehrerfolge, wenn der Feind sich darauf beschränkte, die Kämpe mit seinem Feuer zu zerschlagen, ohne weitere Menschen zu opfern. Der General von Saucken weigerte sich daher, den Führer befehl bis zur letzten Konsequenz durchzuführen. Gemeinsam mit der Kriegsmarine ließ er die Räumung der Oxhöfter Kämpe vorbereiten. Er wurde in seinem Entschluß bestärkt, da nach Gdingen nun auch Danzig am 30. 3. hatte kapitulieren müssen.
Die Räumung wurde für die Nacht vom 4. zum 5. April angeordnet. Ein zunächst gegebener Befehl, wonach noch ein Bataillon des G.R. 96 mit der 3./A.R. 32 einen Nachhutbrückenkopf halten sollte, wurde wieder aufgehoben. Die schweren Waffen verschossen ihre letzten Granaten, dann wurden sie zerstört. Die letzten Pferde, die das mörderische Feuer überlebt hatten, wurden freigelassen. Nach dem Abtransport der noch verbliebenen Zivilbevölkerung wurde die Division auf Marinepräme verladen und zur Halbinsel Heia übergesetzt.
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XV.
ZWISCHEN HELA UND PILLAU
Von Heia nach Fischhausen 5. April — 15. April 1945
Auf der Halbinsel Heia wurde die 32. I.D. Korpsreserve. Soweit es möglich war, wurden die Verbände neu geordnet.
Der Krieg war für die Division noch nicht zu Ende. Die aus Danzig verdrängten Teile der 2. Armee waren in die Küstenniederung zwischen Weichsel und Nogat ausgewichen. Sie hielten sich dort im Schutz von Überschwemmungen und standen über die Frische Nehrung mit dem Kampfraum ostwärts Pillau in Verbindung, der von der Ostpreußenfront übriggeblieben war. Auch im Weichseldelta hielten sich noch zahlreiche Flüchtlinge, die auf einen Abtransport über See hofften. Der war nur möglich, wenn die Truppe einen Brückenkopf hielt. An diesem Kampf sollte die 32. I.D. beteiligt werden.
Nach zwei Tagen Ruhe auf Heia wurde daher die Division erneut auf Präme verladen und in die Weichselmündung nach Nickelswalde transportiert. Aus den dort angesammelten Waffen- und Gerätbeständen wurde die Division neu ausgestattet, aus Splitterverbänden wurde sie aufgefüllt. Dazu gab es sogar etwa 6 Tage Ruhe.
Der neue Einsatz war bei Pillau vorgesehen. Der Marsch dorthin war nur über die Frische Nehrung möglich, immerhin war eine Entfernung von etwa 70 km zu überwinden. Die Armee ließ daher die noch verfügbaren LKW im Pendelverkehr zum Transport einsetzen. So erreichte die Division Neutief westlich Pillau mit der Masse am 15. 4. Beim übersetzen über das Seetief und beim Marsch durch Pillau griff der Gegner laufend mit seiner Luftwaffe an.
Die letzte Abwehrschlacht 16. April — 26. April 1945
Der Kampf um Ostpreußen war von der 4. deutschen Armee geführt worden. Der Armee war nach dem russischen Vorstoß auf die Frische Nehrung bei Tolkemit der Durchbruch nach Westen nicht genehmigt worden. So hatte sie sich an das Heilsberger Dreieck geklammert, um von dort einen weiten Brückenkopf um Königsberg mit den Schenkeln an der Frischen und der Kurischen Nehrung zu halten. Die vorstürmenden Russen drängten aber die Armee von Königsberg ab und schlössen die Stadt ein. Die noch in Ostpreußen eingesetzten Reste der 3. Pz.Armee wichen kämpfend auf Fischhausen aus, um dort in einem zunächst etwa 20 km breiten Riegel dem Gegner den Zugang zum Hafen Pillau zu verwehren. Auf Pillau waren auch all die ostpreußischen Flüchtlinge
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ausgewichen, die keinen anderen Fluchtweg mehr sahen. Sie ballten sich in der ständig von Fliegern angegriffenen Stadt zusammen. Für ihren Abtransport mußte der Riegel bei Fischhausen gehalten werden, die 32. I.D. sollte dort in die Front mit eingesdioben werden.
Am 16. 4. bezog die Division ihre Stellungen. Von seinem Gefechtsstand in der Heilstätte Lochstädt leitete der General Boekh-Behrens den letzten großen Abwehrkampf seiner Regimenter.
Der Stab des A.R. 32 wurde zum Auffangen und Sammeln von Versprengten eingesetzt. Aus den zusammengewürfelten Gruppen, die teilweise in ungeordneter Flucht, teilweise als Reste zerschlagener Truppen noch geordnet aus der Front kamen, mußten neue Kampfverbände geformt werden. Die Geschütze des A.R. 32 blieben bereits bei Neutief in Feuerstellungen, der Artilleriekampf wurde mit den schlecht munitionierten Restverbänden geführt, die an der Front vorgefunden wurden. Die Hafenflak von Pillau, die noch gut mit Granaten versehen war, konnte leider nicht vor die HKL wirken. Die artilleristische Unterstützung litt auch unter dem Mangel an Nachrichtengerät. Mit einem einzigen Funkgerät mußte der Feuerkampf aus den Dünen von Tenkitten geleitet werden. Der infanteristische Abwehrkampf war daher besonders schwer und verlustreich. Der mit weit überlegener Feuerkraft anstürmende Gegner wurde nur mit letzter Kraft aufgehalten. Er drückte die Front immer tiefer in den Trichter ostwärts Pillau hinein. Die Front, die ursprünglich in einem 20 km breiten Bogen verlaufen war, hatte schon beim Eintreffen der Division nur noch einen weniger als 10 km breiten Riegel gebildet. Sie wurde zunächst auf eine 5 km breite Stelle der Landenge zurückgerückt, schließlich sogar auf 3 km. In der Höhe von Tenkitten standen im wesentlichen nur noch die Truppen der 32. I.D. in der Abwehrfront, ihr Kampf wurde durch das A.R. 32 mit etwa 80 zusammengesammelten Rohren unterstützt. In einem mörderischen Abwehrkampf wurde auch dieser Riegel noch auf die Höhe von Lochstädt zurückgedrängt, wo die Landenge noch ganze 2 km breit war.
Die Feindartillerie trommelte Tag für Tag mit ungeheurem Munitionseinsatz, die Feindluftwaffe zerbombte Front und Hintergelände. Pillau war bereits ein großes Trümmerfeld, in dem die Flächenbrände loderten. Die Division erlebte in den letzten Zuckungen des Krieges ein Inferno. Umso erstaunlicher, daß sie in all der Auflösung und Kopflosigkeit ihren Zusammenhalt nicht verlor. Ihre Soldaten waren sich der Aufgabe bewußt, die unverändert bestand: den Abtransport der Zivilbevölkerung zu gewährleisten. Insgesamt wurden von Januar bis Ende April 1945 aus dem Hafen Pillau 451 000 Flüchtlinge dem Zugriff des Russen entzogen, zugleich wurden über das Seetief annähernd 200 000 Menschen übergesetzt, deren Rettung von Nickelswalde oder Heia möglich war.
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Zurück nach Heia 27. April — 8. Mai 1945
In dem zehntägigen Kampf war die Division so ausgeblutet, daß sie ihre Aufgabe nicht länger erfüllen konnte. Inzwischen war in der Weichselniederung eine Division neu aufgestellt und von dort zur Ablösung herangeführt worden.
Die Reste der 32. I.D. wurden herausgezogen, sie sollten auf der Halbinsel Heia sammeln. An eine geregelte Verlegung war nicht mehr zu denken. Einmal störte die Feindluftwaffe jede Bewegung, dann reichten die von Pillau abgehenden Schiffe nicht für die wartenden Massen, und schließlich unterbrach ein feindliches Landeunternehmen die einzige Landverbindung zur Weichselniederung auf der Frischen Nehrung. So mußte sich die Division in einzelnen Gruppen und Grüppchen durchschlagen. Nur Teile gelangten auf dem Seewege von Pillau direkt nach Heia, andere Teile sprengten den Feindriegel auf der Nehrung, gelangten nach Nickelswalde und ließen sich von dort nach Heia übersetzen.
So traf die Division auch nur völlig»zersplittert auf Heia ein. Sie wurde aus anderen zerschlagenen Verbänden wieder aufgefüllt und zum Ausbau der Strandstellungen und Sperriegel verwandt; zugleich übernahm sie den Küstenschutz.
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Währenddessen war der Kampf um das Reidi weitergegangen. Die Russen hatten zwar nach Erreichen der Oder zunächst Halt gemacht und sich mit der Eroberung Hinterpommerns abgegeben. Aber sie hatten ihren Stoß auf Berlin vorbereitet. Am 16. 4. waren sie aus den Oderbrückenköpfen angetreten. In wenigen Tagen vollzog sich das Schicksal der deutschen Ostfront. Schließlich hielten nur noch die Kurlandarmee, die Truppen in der Weichselniederung und auf Heia auf ihrem verlorenen Posten.
Nach dem großen Sturm bei Pillau erschien die Halbinsel den Soldaten der Division wie eine ruhige Zuflucht. Noch bestand ja auch die Hoffnung auf ein Entkommen über See. Die Kriegsmarine arbeitete fieberhaft, um die Flüchtlingsmassen, die nach dem Fall von Pillau nur noch aus der Weichselniederung ständig aufgefüllt wurden, über die Ostsee nach Holstein und Dänemark zu schaffen. Allein im April verließen 387 000 Menschen den Hafen von Heia auf dem Seewege. Vielleicht reichte die Zeit noch, um auch die Truppen der Division fortzubringen.
Aber die Hoffnung trog. Am 8. 5. wurde der Kapitulationsbefehl durchgegeben: „Heute um 23.00 Uhr deutscher Sommerzeit kapituliert das A.O.K. Heia bedingungslos vor der russischen Wehrmacht. Der Oberbefehlshaber dankt allen Soldaten, Unteroffizieren und Offizieren für die bewiesene Tapferkeit. Der Kampf ist zu Ende. geZ] von Saucken."
Marsch in die Gefangenschaft 10. Mai 1945
Am 10. 5. trat die Division ihren Marsch in die Gefangenschaft über Putzig in Richtung auf Danzig an.
An der Marschstraße stand der letzte Divisionskommandeur, Generalleutnant Boekh-Behrens; er nahm den Vorbeimarsch der Letzten ab, hinter ihm in achtungsvoller Haltung ein russischer Offizier. Denen, die dabei waren, wird für alle Zeiten unvergeßlich sein, wie ihr General mit dem Stolz über die soldatische Haltung seiner Männer und mit dem Schmerz zu kämpfen hatte, der ihn in Vorahnung eines unmenschlichen Erduldens überkommen wollte.
Ein Kapitel über die Jahre in der Gefangenschaft ist nicht geschrieben worden. Das ist nicht mehr die Geschichte der 32. I.D., deren Schicksal sich aufgelöst hatte in eine Vielzahl von Einzelschicksalen. Die neuen großen Opfer, das Heldentum von Duldern zu schildern, kann nicht Aufgabe dieses Buches sein.
Aber wir wollen und müssen ihrer gedenken, vor allem der Vielen, die ihr Leben in der russischen Gefangenschaft nach oft jahrelangen qualvollen Leiden beschließen mußten. Für sie, die das Schicksal bis zur Neige auskosten mußten, steht der Name ihres letzten Kommandeurs, des Generalleutnants Boekh-Behrens, der während der Entstehung dieses Buches, im Februar 1955, in einem russischen Gefangenenlager verstarb, ohne daß sich seine Hoffnung auf Heimkehr erfüllte.


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Autor:  Arek2 [ 02 wrz 2007, 08:14 ]
Tytuł: 

Wielkie dzięki Kazik! O to mi chodziło. Tylko teraz mam problem z tłumaczeniem. :?
Pozdrawiam!

Autor:  Najemnik [ 02 wrz 2007, 10:56 ]
Tytuł: 

Ave tu soth :)

Trzeba to przez jakiś translator wstępnie przepuścić :lol: a potem sie przeczyta ... bo nie szprechen dojcz :?

Autor:  gościu [ 02 wrz 2007, 11:20 ]
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Chłopaki, wygląda na to, że Kazik (może trochę ja sprowokowałem.. :) ) przysłużyliśmy się Arkowi2 i nie tylko ( ! ). Kaziku szacowny; pełen uznania, że zająłeś tak efektowne i efektywne stanowisko w sprawie działań bojowych tych kilku dywizji w rejonie sopocko-gdyńskim w pamiętnym 1945 roku, cieszę się,że temat się rozwija jak rozmaryn :) . Mam taką od siebie propozycję: a może dobrym posunięciem byłoby, aby wydzielić w dziale Historia-II w.św.-1945 r. - temat dotyczący działalności tych najważniejszych i pomniejszych dywizji, jednostek i oddziałów czy grup bojowych, o których tak fajnie się zaczęło ? Myślę, że wielu kolegów z forum będzie tym zainteresowanych, a czasem nawet bardzo- i nieraz coś od siebie, z tych swoich prywatnych wiadomości udostępnić, o ile nie są objęte klauzulą "ściśle tajne" :617: . No, ewentualnie w Asgardzie... Jak na razie-super!-idzie w dobrym kierunku i na naszym Forum nie grozi zastój, tak jak bywa na innych... Pozdr. :!:

Autor:  Kazik [ 03 wrz 2007, 12:20 ]
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Gościu - osobnego działu nie założę, groziłaby mu forowa "martwica". Takie działy mają rację bytu na forach niemieckich, na których użytkownicy mają bezpośredni dostęp do archiwalnych materiałów na temat działań wojennych i panuje przyjaźniejsza atmosfera do udostępniania ich szerszemu gronu.

Autor:  gościu [ 03 wrz 2007, 12:32 ]
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Dobra, "...fiat voluntas tua"... ale czasem niech ktoś napisze coś ciekawego na te tematy, bo w okolicach Gdyni, jak wiemy, w czasie okupacji i po jej zakończeniu działy się różne, interesujące nas rzeczy. Dałeś dobry przykład, że nie wszystko co wiem i mam - to tajne... :) -Nie są to dzienniki dzałań bojowych- i nie tego oczekuję, bo zbyt wiele bym sobie wyobrażał. :) Pzdr !

Autor:  wiesiu [ 15 paź 2007, 21:00 ]
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Witam
O kurde ja dopiero dzisiaj to znalazłem (pracę Kazika)
Pozdrawiam Wiesiu

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Komentarz: W zamian coś takiego
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Autor:  Dziku [ 20 lis 2009, 23:35 ]
Tytuł:  Re: 32. Infanterie-Division w walkach o Pomorze Gd. w 1945 r.

Trochę stary post :mrgreen: Ale mam to samo po angielsku może będzie łatwiej http://freepages.genealogy.rootsweb.ancestry.com/~pommerninterestgroup/Menu/WWII/index.html


Na pw mogę częściowe tłumaczenie podesłać zainteresowanym.

Autor:  rychter [ 28 lis 2010, 19:10 ]
Tytuł:  Re: 32. Infanterie-Division w walkach o Pomorze Gd. w 1945 r.

Poszukuję zdjęcia gen.Moysesa, który od 1.IX.1993 do końca 1943 r był szefem Wehrersatsinspe-
ktion w Koszalinie (Koeslin). Czy ktoś może mi pomóc? Mała pomyłka co do rubryki i czasu, ale skojarzyło mi się ze stacjonowaniem 32 ID w Koszalinie. Rychter

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